Ordentlich, aufgeräumt und organisiert…. oder doch nicht?

Ordentlich sein ist schwer? Eine Methode verspricht nie mehr aufräumen zu müssen…

Vor etwa einem Jahr hörte ich vom Buch Magic Cleaning von der Japanerin Marie Kondo, in dem es um das Aufräumen geht und so zu sagen versprochen wird, dass man einmal ein grosses Aufräumen durchführt und danach nie mehr aufgeräumt werden muss. Das klang natürlich super und ich las das Buch im Urlaub gleich ganz durch. Es ist ein Buch welches schnell zu lesen ist und auch immer ein gewisser Witz in den Buchseiten steckt. Beim Lesen dachte ich mir zwar, diese Marie Kondo (KonMari genannt) ist ja extrem ordentlich, aber es könnte ein wirklich gutes Ergebnis dabei raus kommen.

Ich überlegte mir auch schon beim Lesen die gewissen Tipps und Dinge die KonMari empfiehlt, bereitete mich also schon im Geiste auf das grosse Ausmisten vor.
Zu Hause nahm ich mir genug Zeit und mistete zuerst meine Kleider aus, ALLE… das ist ganz wichtig. Diese welche sich im Kleiderschrank, im Keller oder sonst wo befinden müssen zusammengesucht und auf einen Haufen „geschmissen“ werden. Es kam ein beachtlicher Berg dabei raus, welchen es nun zu bezwingen galt. KonMari schreibt in ihrem Buch, dass man jedes der Kleidungsstücke in die Hand nehmen muss und sich dabei fragen soll „macht mich das glücklich?“ Naja gut, ein wenig seltsam fand ich es Anfangs schon, doch trotzdem ging das ausmisten mit dieser Frage sehr gut. Zudem soll man sich von allen Dingen verabschieden die man ausmistete, ich machte das, naja, mehr schlecht als recht und auch nicht laut, kam mir dann schon ein wenig zu komisch vor 🙂

Das Ausmisten der Kleider ging mir gut von der Hand und auch wenn ich zu Anfang dachte, dass das sicher schwer werden wird und ich mich nicht von den Sachen trennen kann, war das gar nicht der Fall. Diese Frage „macht mich das glücklich?“ bringt wirklich was, da man sich nicht fragt „brauche ich das noch?“. Denn für die „Brauchen-Frage“ findet man sicher noch eher einen Grund.

Der Kleiderschrank war jetzt ausgemistet und ein „zu behaltender“ Haufen angelegt. Los geht das einräumen, aber halt! KonMari hat auch dafür eine ordentliche Technik. Dem Zusammenfallten der Kleidungsstücke widmete KonMari auch Beachtung.

Im Buch Magic Cleaning wird erklärt, wie die Kleider zu Päckchen gefaltet werden und dann in dieser Form alleine stehen können. KonMari sagt dazu, dass mit dem „normalen“ Falten mehr Knitter in die Kleidung kommen, da sie aufeinander liegen und somit Druck ausgeübt wird. Dieser Druck ist der Ursprung der knittrigen T-Shirts. 🙂

Soweit so gut, die Kleider waren ausgemistet und standen aufrecht, so gut es ging im Schrank. Eine kleine Abwandlung nahm ich vor umd zwar rollte ich meine T-Shirts und Pullover und ordnete sie in Kisten, welche ich dann im Kleiderschrank unterbrachte. Den Kleiderschrank räume ich bis jetzt immer so ein, wie ich es dort begonnen habe. Das Falten zu Päckchen und das Rollen dauert nicht länger als wenn ich es „gewöhnlich“ zusammenlegen würde.

Marie Kondo beschreibt im Buch, dass man nach dem Ausmisten neue feste Plätze für die Dinge suchen soll, damit sie an einem Ort zu Hause sind und immer an diesen Ort zurückgelegt werden. Das ist sehr einleuchtend, doch was nicht so einleuchtend ist, ob ich alles im Haufenprinzip liegenlassen müsste und erst, wenn die ganze Wohnung ausgemistet ist, dann die neun Plätze zu suchen?! Naja das verwirrte mich etwas aber ich beantwortete mir die Frage selbst. Neeiinn das tue ich nich. :-). Bei solchen Ratgebern nehme ich mir das raus, was ich umsetzten kann und möchte, denn wenn ich das stur nach dem Buch durchgezogen hätte, hätte ich es nicht beendet!! 🙂 Naja grundsätzlich auszumisten bringt was und das Buch Magic cleaning hilft mir dabei mich an einem System zu orientieren. Motiviert von meinem Kleiderschrankerfolg ging ich weiter zu den Schuhen, den Büchern, Küchenutensilien usw. Während der KonMari-Methode ist es wichtig nach Kategorien und nicht nach Räumen auszumisten und aufzuräumen, damit wirklich alles, der einzelnen Kategorie, einen Platz erhält. Das heisst wie bei den Kleidern, alles einer Kategorie zusammensuchen auf einen „Haufen“ legen und sich bei jedem Ding fragen „macht mich das glücklich?“.

Für die gesamte Wohnung und alle Kategorien benötigte ich in etwa 3 Wochen. Wenn ich an einem Tag mal keine Lust hatte legte ich eine Pause ein.

Heute bin froh habe ich alles ausgemistet und geordnet, aber ihr fragt euch jetzt sicher ob ich wirklich nie aufräumen muss, nein leider ist das bei mir zu Hause nicht so. Die meisten Dinge haben ihren Platz, jedoch halten wir uns (mein Freund und ich) leider nicht strickt daran es gleich an seinen Platz zu legen. Trotzdem muss ich sagen, es hat sich gelohnt. Auch weiss ich, wenn ich mich stets daran halten würde wäre es wirklich so wie Marie Kondo es beschreibt, doch so viel Disziplin habe ich nicht und das ist aber in Ordnung 🙂

Jetzt, etwa ein Jahr nachdem ich das grosse Ausmisten durchgeführt habe, sehe ich teilweise schon, dass ich es nochmals von vorne durchführen möchte, nicht weil es mir zu unordentlich ist, sondern ich noch Optimierungsmöglichkeiten sehe. Ich denke ich werde wieder mal anfangen und Kategorie für Kategorie nochmals durchgehen.

Ausmisten heisst auch sich von Dingen zu trennen, damit habe ich grundsätzlich kein Problem. Was ich mit mir nicht vereinbaren konnte ist, dass Marie Kondo sagt, dass alles was ausgemistet wird in den Müll kommt. Das empfinde ich für mich als einen falschen Ansatz, denn ich denke diese Dinge können an Flohmärkten verkauft oder auch gespendet werden. KonMari argumentiert damit, dass die Gesellschaft zu viele Dinge hat und man seine Dinge nicht einfach verlagern soll.

Meiner Meinung nach sollte man die Dinge, die einem nicht mehr selbst gefallen anbieten, damit die Leute etwas haben können wenn es sie vielleicht anstatt mich glücklich macht. Ein guter Nebeneffekt an der KonMari-Methode ist, dass ich mich schon beim Einkaufen frage ob mich das glücklich macht und so kaufe ich bewusster.

Ich muss sagen, das Buch Magic Cleaning ist ein unterhaltsames Buch, welches einen dabei unterstützt, die Organisation des Aufräumens einzuhalten und eine Struktur vorschlägt. Diese Art von Büchern ist für mich ein Ideengenerator und dafür da, sich diese Tipps herauszunehmen, welche für mich persönlich gut umzusetzen sind. Durch das konnte ich mir meine Tipps und Tricks von KonMari abschauen und ich sehe dadurch eine gute und langfristige Umsetzung.


Aber bin ich denn jetzt wirklich mit der Hilfe von Marie Kondo und ihrem Buch ordentlicher? ist es in der Wohnung stets aufgeräumt? und bin ich organisierter? Naja ich muss sagen, das Ausmisten und sortieren der Dinge hat die Wohnung ordentlicher gemacht, aber natürlich gibt es auch Tage an denen die Dinge leider nicht an ihrem Platz stehen und ich dann trotzdem aufräumen muss. Finde ich das schlimm?..nein eigentlich nicht 🙂

Ich denke Magic Cleaning stellt eine Unterstützung dar und man darf auch mal vom Weg „abweichen“ und mal keine Lust haben gleich alles an seinen Ort zu stellen.

Für mich ist es wichtig, mich in meinem zu Hause wohl zu fühlen und das tue ich. Zudem muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Ordnung gut und angenehm ist. Ich habe diese Punkte aus dem Buch umgesetzt, welche für mich gut funktionieren und bin damit gut zurecht gekommen und glücklich mit dem Ergebnis.


Vielleicht konnte ich ein Paar von Euch motivieren auch ein eigenes System und eine für jeden individuelle Ordnung zu schaffen, damit jeder sein zu Hause in vollen Zügen geniessen kann.


Ich wünsche Euch dabei viel Spass, Erfolg und vielleicht auch viel Spass beim Lesen oder Hören von Magic Cleaning


Liebe Grüsse


Meli

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s